Schmuck, Haarbänder, Tücher und Uhren gehören zu den wichtigsten Accessoires der Damenwelt. Ganz und gar nicht wegzudenken, besonders auch unter dem praktischen Aspekt ist aber die Handtasche. Geliebte Begleiterin für die Damen und ewiges Mysterium für die Herren, ist sie eigentlich bei jedem Outfit immer dabei.
Überlebenskit am Handgelenk
Im Alltag wird man nur selten Frauen ohne Handtaschen auf der Straße und im öffentlichen Raum sehen. Die praktischen Beutel gibt es in zahlreichen verschiedenen Größen und mit den unterschiedlichsten Henkeln und Riemen, so dass sie sich bequem und wechselnden Anforderungen entsprechend tragen lassen. So baumelt beim Spaziergang im Park die Tasche vielleicht lässig am Handgelenk, während sie im Gedränge im Shopping Center eher mit langen Riemen um den Oberkörper geschlungen und unterm Arm festgeklemmt wird. Welche Art der Tasche bevorzugt wird, hängt also nicht nur von Optik und vom Outfit ab, sondern auch vom Anwendungsbereich. In der ganz sportlichen Variante würde die Handtasche zum Rucksack werden. Für die Männerwelt ist die ständige Begleiterin der Frau ein Mysterium, da es in jeder Situation genau das zu beinhalten scheint, was die Trägerin gerade braucht. Andererseits können Handtaschen sich zu regelrechten “schwarzen Löchern” entwickeln, die in ihrem begrenzten Raum all das verschwinden lassen, was Frau gerade braucht. Stundenlanges Kramen nach Schlüssel, Spiegel oder Geldbörse oder gar noch kleineren Gegenständen kann man oft beobachten und kennt es wohl auch selbst. Trotzdem ist die Tasche ein sehr praktischer Begleiter, denn immerhin hat man die Hände dadurch frei und muss sich nicht Hosen und Jackentaschen mit all den notwendigen Utensilien vollstopfen.
Vorsicht beim Tragen!
Vielleicht gerade weil die Handtasche optisch einfach mehr hergibt als der Rucksack, wurden die Taschen in den letzten Jahren immer größer. Da sie klassisch nur an einem Henkel oder einseitigen Riemen getragen werden, ist es von orthopädischer Seite bedenklich, in der Handtasche immer seinen halben Hausstand mit sich herumzutragen. Auch schwere Sachen, wie Wasserflaschen, Bücher und Ordner sollten so nicht über längere Strecken getragen werden. Wer das schon mal versucht hat, kennt wohl auch die Verspannungen und Rückenschmerzen, die daraus resultieren. So sollte, wenn schwerere Dinge transportiert werden müssen, lieber zu ergonomischeren Rucksacken oder Tragetaschen gegriffen werden und keinesfalls die Handtasche dauerhaft überladen bleiben. Bei den vielen Dingen, die sich häufig im Laufe der Zeit darin ansammeln, kann es empfehlenswert sein, die Tasche ab und zu auszumisten. Wechselt man regelmäßig zwischen verschiedenen Modellen, wird es wohl sowieso nicht zu größeren Ansammlungen von Krimskrams kommen.
Ja, Topmodel Kate Moss hat mal wieder selbst als Designerin Hand angelegt und präsentiert die neue Taschenkollektion für Longchamp. Wie gewohnt bewegen sich die Modelle zwischen schick, schlicht und lässig, eben passend zu Kate Moss. Faraway nennt sich die Frühjahrs-Kollektion, für die die Aufnahmen passenderweise in Marokko entstanden.
Fotograf Alasdair McLellan setzte Kate Moss im Boho-Hippie-Style in Szene, also ebenfalls typisch Kate… Nicht nur auf Bildern werden die Taschen präsentiert, sondern auch in einem Kurzfilm, bei dem man fast meinen könnte Kate habe eine Zeitreise in die 70er Jahre unternommen.
Die Musik im Filmchen stammt von Nancy Sinatra und Lee Hazlewood und dazu hüpft Kate durch den Park, tanzt auf den Dächern und nimmt ein Bad im Pool. Ach so, Tamburin spielen kann sie auch noch. Da werden die Taschen doch fast zur Nebensache… Aber seht selbst:
Dass Kate Moss eine echte Stilikone ist, steht höchstwahrscheinlich außer Frage. Klar, dass sie auch bei den Designern gefragt ist. Bereits zum zweiten Mal hat sie daher das Luxuslabel Longchamp unter Vertrag genommen.
Heraus kamen drei unterschiedliche Taschenmodelle für die kommende Herbst/Winter-Kollektion, die nach Kates Wünschen designed wurden. Dabei orientierte sie sich an ihren modischen Lieblingsepochen, den 70er und den 80er Jahren.
Die drei Modelle tragen die Namen „Neo Pure“, Neo Patch“ und „Neo Precious“. Wie der Name schon sagt, ist Neo Pure eher etwas Puristen. Sie besteht aus Kalbsleder und ist im minimalistischen Design gehalten.
Neo Patch ist da schon etwas ausgefallener: Im Patchwork-Stil und entweder in Grau, knalligem Rot oder Jadegrün zu haben. Mit funkelnden Steinen besetzt und in Krokodillederoptik kommt Neo Precious daher, angeblich Kates Lieblingsmodell.
Zunächst hatte die Enkelin von Ottavio und Rosita Missoni versucht der Mode und dem Druck des Kult-Labels zu entfliehen, doch schnell merkte die heute 27-jährige Margherita Missoni, dass die Mode ein Teil von ihr und ihrer Familie war. Daher entschloss sie sich, ebenso ein Teil des Unternehmens zu werden.
Nicht nur, dass Margherita kürzlich vom Magazin Harper’s & Queen zu den 100 schönsten Frauen der Welt gezählt wurde und daher für Missoni häufig vor der Kamera steht, brachte sie unlängst eine eigene Sonnenbrillen-Kollektion für das Familienlabel auf den Markt. Nun kommt ihre erste eigenen Taschenkollektion.
Natürlich sind die Taschen mit dem typischen Missoni-Mustern bedruckt und überzeugen vor allem durch den angesagten Vintage-Look. Ach übrigens, Margherita Missoni hat die Taschen nicht wie üblich nach berühmten Schuaspielerinnen benannt, sondern nach ihren besten Freundinnen.
Extrem sympathisch! Wir hoffen bald mehr von ihr zu sehen!
Man kann es mit dem Thema Recycling aber auch übertreiben bzw. falsch verstehen. Wird normalerweise der Inhalt von Mülltüten recycelt, hat sich Marc Jacobs für Louis Vuitton den wenig geliebten Tüten selbst gewidmet. Entstanden ist eine Kollektion mit dem Titel “rain bags”.
Man könnte das Ganze ja fast auch als einen ironischen Wink bezeichnen, denn Designer können mit ihrem Namen inzwischen fast alles verkaufen, so eben auch einfach Louis Vuitton auf eine Mülltüte setzen und sie für 1.200 Euro als exklusive Handtasche an die Frau bringen.
Ob dem so ist oder ob es einfach eine ungewollt komische Design-Idee war, wissen wir nicht. Schließlich und endlich muss jeder selbst entscheiden, ob einem die braunen Plastetäschchen gefallen oder nicht. Wie schon festgestellt: Alles eine Frage der Perspektive, de Humors und hier wohl auch des Portemonnaies…