Galten Tattoos lange Zeit in der allgemeinen Bevölkerung eher als primitiv und wenig ansehnlich, halten sie nun Einzug in alle Kreise. Inzwischen sind Tattoos absolut schick und nicht mehr nur etwas für alternativ denkende Menschen. Immer mehr entdecken den dauerhaften Körperschmuck als echten Trend.
Doch natürlich sollte man mit solchen Trends auch vorsichtig sein. Man denke nur an den Arschgeweih-Hype der 90er. Nun schämen sich die meisten für diese Jugendsünde und wollen sie so schnell es geht wieder loswerden. Oder vielleicht trägt der eine oder andere immer noch den Namen der inzwischen verflossenen großen Liebe mit sich herum…
Weniger unverfänglich und vor allem nur kurz einzusetzen, sind da Tattoos in Form von Abziehbildchen, die so manch einer noch aus einschlägigen Jugendzeitschriften kennen wird. Genau diese löslichen Tattoos haben die großen Designer für sich entdeckt. Losgetreten hat den Trend mal wieder Altmeister Karl Lagerfeld, der in seiner Frühjahr/Sommer Kollektion 2010 Schmuckmotive herausbrachte und damit natürlich auch die Models auf den Laufsteg schickte.
Ein großer Designer nach dem anderen scheint dies nun nachzumachen. So zeigten sich die Männermodels von Louis Vuitton auf den Schauen in Paris für die Sommerkollektion 2011 ebenfalls mit dem Label-Logo auf Hals und Händen. Also, abwaschbare Tattoos tragen nun Designernamen…
Bereits seit fünf Jahren gibt es eine kleine mehr oder weniger „geheime“ Alternative zur doch sehr glamourösen Fashion Week in Berlin. Während sich überirdisch die Stars über edle Entwürfe freuen, darf auf einem ganz besonderen Laufsteg auch die alternative Mode an den Start.
„Underground Catwalk“ nennt sich das Projekt, das ein Forum für Rock’n'Roll-, Gothic-, Punk-, Burlesque- und Streetstyle-Mode ist, also, für fast alles, was auf der Fashion Week gerne ausgeklammert wird.
Gezeigt wird diese Mode in einer fahrenden U-Bahn. Am Berliner Alexanderplatz ging die Fahrt los und 16 Designer zeigten auf dieser etwas anderen Modenschau ihre Kreationen, darunter auch die Kollektion von GNTM-Kandidatin Sarah Knappik, die ebenfalls unter die Designer gegangen ist.
Drei Jahre lang war Dirk Schönberger für das Label Joop! tätig und hat es in dieser Zeit ganz schön geprägt. Aktuell kann man noch seine letzte Kollektion für Joop! bestaunen. 2009 verabschiedete er sich von der Marke und beginnt nun nach einer kurzen Bedenkzeit für ein neues bekanntes Haus zu arbeiten.
Dirk Schönberger wird sportlich, denn von nun an ist er der Creative Director der Sport Style Division von Adidas! Er sagte ja, dass er bald wieder eine eigene Kollektion auf den Markt bringen würde, doch das wird dann doch den einen oder anderen überrascht haben…
Zu Adidas Sport Style gehören die Marken Y-3, Adidas SLVR, Neo, Originals und Porsche Design Sport. Bis 2006 war Michael Michalsky noch dafür verantwortlich, dann übernahm diese Aufgabe ein Designerteam. Bis jetzt!
Immer wieder gibt es Designer, die den Gewinn aus ihren Kollektionen nicht nur in die eigenen Tasche stecken, sondern damit auch etwas Gutes tun wollen. Eines dieser Labels ist A Peace Treaty, die mit jeder neuen Kollektion auf ein bestimmtes Thema aufmerksam machen wollen und einen Teil des Erlöses auch dafür spenden.
Hinter A Peace Treaty stecken die Dana aus Lybien und Farah aus Pakistan. Sie lernten sich in Italien kennen und beschlossen ihr Engagement für die Menschenrechte mit ihrer Liebe für Mode zu verbinden. Ihre Entwürfe sind schick und individuell. Die Farben sind meist eher dezent und mit kleinen filigranen Mustern versehen.
Im letzten Jahr gingen die Einnahmen aus der Kollektion nach Afghanistan um dort den Wiederaufbau zu unterstützen. Aktuell haben sie etliche Schals auf dem Markt, deren Erlös Frauen in Asien zu Gute kommen soll. Die Verbesserung ihrer Lebensumstände liegt den beiden Designerinnen am Herzen und sie wollen einen kleinen Beitrag zu deren Unabhängigkeit und Bildung leisten. Die Kollektion trägt den Namen „Sozan Doz“. Mit 100 Euro ist ein Schal natürlich alles andere als günstig, aber nur so können weite Teile der Einnahmen an die Projekte fließen.
Na, wenn das nicht mal ein erfolgreiches Jahr für die Tochter von Mick Jagger und Jerry Hall ist! Vor kurzem durfte Georgia May Jagger auf der legendären Chanel-Show zur aktuellen Cruise Collection laufen, bei der Karl Lagerfeld mal einfach die Hafenpromenade von St. Tropez zum Laufsteg machte.
Dabei teilte sie sich die Aufmerksamkeit mit Stars wie Karolina Kurkova und Lagerfeld-Muse Baptiste Giabiconi und durfte den krönenden Abschluss auf einem Motorrad bilden. Die Zusammenarbeit war anscheinend so erfolgreich, dass Karl Lagerfeld sie prompt zum Gesicht der aktuellen Kollektion von Chanel Cruise machte.
Naja, die Kollektion ist ja auch zum Teil von den Rolling Stones inspiriert, da wäre es auch dumm Georgia May Jagger gehen zu lassen. Aber natürlich verdankt sie ihren Erfolg nicht nur ihrem berühmten Vater, sondern auch ihrem Talent. Das scheint ihr in den Genen zu liegen, denn bereits Mama Jerry Hall wurde vor Jahren in St. Tropez entdeckt. So schließt sich der Kreis…